Der Blick

Ich schau in ihre Gesichter. Sie sind mir so vertraut und doch steigt Unsicherheit in mir auf. Ich frage mich was  mir ihre Blicke sagen. Was verbirgt sich hinter ihren Stirnen? Hitze breitet sich in mir aus und ich spüre wie meine Beine unter der unsichtbaren Last weich werden. Ich suche Halt in der Stimme der Vernunft, die mir sagt, meine Gefühle würden mich belügen. Ich will ihr glauben, aber ich vertraue ihr nicht. Zu groß ist die Angst vor dem Fall. Ich versuche zu entkommen und spüre den Stein im Magenbereich. Ich fluche innerlich. Schon lange habe ich die Wurzeln verloren und weiß nicht mehr… Was war zuerst da? Die Angst oder die Angst vor den Folgen der Angst. Mein Blick wandert auf meinen Teller und mir wird klar, dass es laufen wird wie immer. Hab ich wirklich schon aufgegeben? Mein Verstand verpasst mir eine Ohrfeige und kurz hab ich das Gefühl von Sicherheit. Ich schaue auf und sehe Menschen, die hier sind wegen mir. Freunde, Freunde die Bescheid wissen und doch noch da sind. Menschen, die mich verstehen. Plötzlich kommt sie und doch bin ich nicht überrascht. Die Übelkeit, mein ständiger Begleiter. Ich flüchte und frage mich, wie viele es bemerkt haben. Reden sie gerade darüber? Was sie wohl hinter meinem Rücken sagen? Ich bin eine Belastung,  ist doch klar, doch das will ich nicht. Ich rege mich auf, aber nicht über sie sondern über mich. Warum bin ich so? Was ist falsch an mir? Was sie wohl jetzt über mich denken? Werden sie sich von mir abwenden? Noch ein leises Flüstern sucht nach Gehör, doch gehen seine Worte in der Unsicherheit unter.  Ich nehme nicht mehr war, wie sie verzweifelt versucht mir zu sagen, dass ich es besser weiß, dass die Gefühle mich betrügen. Das Klopfen lässt mich aufschrecken. Ein nur zu vertrautes Gesicht taucht hinter der Tür auf. Alles okay? Wie geht es dir? Ich zwinge mich zum Lächeln. Die übliche Problematik, alles okay. Ich schaue zum vertrauten Gesicht und sehe nur Sorge und Verständniss und könnte mich ohrfeigen. Wo kam die Unsicherheit nur her? Die Angst fühlt sich plötzlich so unwirklich und fern an. Woher kam sie nochmal ? Ich schau nochmal zurück und ich weiß, ich werde wieder hier stehen, wieder in diesen Spiegel schauen, doch jetzt sehe ich dort nur einen entschlossenen Blick. Ein Blick der weiß, ich bin nicht alleine.

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Der Liebesfilm

Sie ist sich sicher. Hat sich entschieden, damit abgeschlossen. Jetzt steht sie hier und er neben ihr. Bittet sie zu bleiben, nicht einzusteigen. Sie denkt an all die Zeiten. Die Momente, in denen sie lachten und er ihr mehr gab, als sie je dachte. Vor ihrem inneren Auge sieht sie wie sie sich verletzten und trotzdem weiter kämpften. Sie steigt ein, kann ihn nicht ansehen und verschließt die Augen. Was wäre wohl, wenn das ein Liebesfilm wäre? Ist das die entscheidende Stelle? Die Wende zu Beginn? Oder schon kurz vor dem Ende? Sie schreckt auf,schaut aus dem Fenster und für eine Sekunde glaubt sie fest daran, dass er neben dem Bus her rennt, wie in einer dramatischen Abschlussszene. Nur die Landschaft zieht an ihr vorbei. Sie schüttelt den Kopf. Zurück in die Realität. Selbst wenn es so wäre, würde sie das wollen? Würde sie wirklich wie im Liebesfilm, der Sache eine weitere Chance geben? Ist das nicht der Knackpunkt? Der Unterschied? Irgendwann wird aufgegeben. Die Verletzung zu groß, die Gefühle verschwunden. Schon aufgegeben bevor es versucht wurde. Mangel an Vertrauen und alte Narben, die alle tragen. Ob er wohl noch dort ist? Sie steigt aus. Es kribbelt in ihr. Unsicher läuft sie los. Sie muss dumm sein. Was macht sie nur? Sie schaut nach vorne und muss plötzlich lachen und rennt los. Sie wird sicher nichts bereuen!

Der Lauf der Zeit

Freundschaft

zerfällt

wie ein altes Blatt

verfällt

 

Versprechen sind

leere Hüllen

die du vergisst

sowie alles zerbricht

 

aus dem Auge

aus dem Sinn

hast vergessen

was war

was Freunde sind

 

Bleib doch

Bleib!

doch du gehst

lässt mich stehen

 

wieder allein

so wird es immer sein

Hoffnung

Ich schau dich an

Tausend Fragen tauchen auf

Darf ich mich trauen?

 

Schaust mir in die Augen

Kurz verweilt der Zeiger

Dann geht alles weiter

Doch ich verweile

 

Dreh zurück

bin ich verrückt

 

Bilde ich es mir ein?

ist es wahr?

Ist da mehr?

als ich zu hoffen vermag

 

Lachen

lächeln und Lachen

Geschwister im Herzen

doch trennt sie Welten

 

Ich lächel ihnen zu

gib mich charmant

so komm ich an

 

Verberge was mich beschäftigt

auf den Schultern liegt

was mich altern lässt

und Zweifel weckt

 

 

Ich seh dich an

wir kennen uns schon lang

Zeit vergeht

Schnell tickt sie dahin

Ich merk es nicht

bei dir werd ich zum Kind

Muss ständig lachen

 

und dann ist alles leicht

Die Last verschwindet

und ich bin frei

 

 

 

 

 

Sonnenschein

Die Sonne scheint.
Ich bleibe lieber im Schatten.
Die Wärme macht mich verrückt und die gute Laune trübt.
Alle lachen, scheinen glücklich zu sein.
Ich frage mich, was mit mir nicht stimmt.
Meine Gedanken sind trüb und voller Zweifel.
Auch das Wetter ändert nichts.
Nach vorne sehen, weiter machen.
Wie ein Mantra murmel ich es vor mich hin, bis ich es glaube.
Ich schau ins blaue, aber wahrnehmen kann ich nichts.

Hufflepuff

In welches Haus bist du gekommen?
Nach Hufflepuff!
Oh! * betretenes Schweigen*
Eine nur zu bekannte Reaktion. Mitleid… Aber stellt euch vor, ich brauch euer Mitleid nicht. Wenn ihr nicht mehr zu bieten habt, dann verzieht euch wieder in euren Gemeinschaftsraum. Ich geh dann erstmal in die Küche zu den Hauselfen. Egal was ich schreibe, es wird dabei bleiben, ihr werdet denken ich bin ein Weichei. Vielleicht habt ihr Recht, mag sein. Ich muss kein Mut beweißen, nicht listig sein und mit Wissen hervorstechen. Ich kann sein wer ich will. Ja, schaut nicht so überrascht. Ich bin genau wo ich hingehöre. Dort wo ich sein will.
Loyalty, Kindness, Patience!
Meine Loyalität sorgt dafür, dass ich für andere einstehe, für andere Mutig sein. Meine Ehrlichkeit und Freundlichkeit öffnet mir die Türen zu dem wichtigsten, nicht Macht, sondern zu den Menschen, die mir etwas bedeuten. Meine Geduld gibt mir dem Weg zu mehr als nur Wissen sondern allem was ich erreichen will. Also ja, ich bin ein Hufflepuff. Kein besonderes Talent zeichnet mich aus und Angst hab ich manchmal auch, macht mich das zur Flasche? Glaub mir eins kann ich dir sagen. Am Schluss ist der Hufflepuff noch da.  Egal welche Schlacht es zu schlagen gibt. Er hält seinen Freunden den Rücken frei. Wo wirst du sein?

Warten

Ich warte auf ein Ergebnis,

das ich nicht ändern kann

Du wartest darauf,

dass alles einen Sinn ergibt

 

Er wartet darauf,

dass der richtige Moment kommt

Sie wartet darauf,

dass er ja sagt

 

Wir warten darauf,

dass sich etwas verändert

Ihr wartet darauf,

dass wir uns entscheiden

 

Sie verzweifeln,

während sie warten

Es geht vorbei

gut oder schlecht

Das Leben

Von  der Seite werde ich angerempelt. Den Leuten,um mich herum, bin ich nicht schnell genug. Alle in hast, gehen  sie voran. Klares Ziel, durchgetaktet. Ich schau mich um und betrachte die Leute, die mich überholen. Alle sind sie vertieft. Sie scheinen nichts wahrzunehmen. Da, einer bleibt kurz stehen und verweilt, schaut sich um. Scheint plötzlich etwas wahrzunehmen, doch dann schaut er auf die Uhr und eilt noch schneller weiter als zuvor. Unsicher gehe ich weiter. Nicht sicher wo ich hin muss. Suchend schau ich nach einem Zeichen und Frage mich wie das andere schaffen. Warum bin ich eigentlich hier? Ich könnte jetzt nach Paris fahren. Was würde dann wohl passieren? Ich könnte einfach aufhören, etwas anderes ausprobieren,zurück gehen? Kann man überhaupt fliehen? Will ich das überhaupt? Ich gehe weiter. Da ist sie die Anzeige die ich gesucht hab. Karlsruhe, Würzburg, Berlin, Hamburg, Paris, ahhh da ist es,Tübingen. 13:30, da hab ich noch Zeit. Kurz verweilt mein Blick auf der Anzeige für Paris, doch dann Wende ich mich ab. Das ändert auch nichts. Was nun? Plötzlich ist da Zeit, wo ich sie sonst so vermisse. Auf einmal geht es mir nicht schnell genug. Die große tickende Uhr scheint mich auszulachen. Überrascht schaue ich auf. Mein Zug steht schon bereit, als hätte er gewusst, dass ich da bin. Ich geh rein, auch andere sind schon da, ein Stück werden sie mich begleiten, vielleicht sogar bis zum Schluss. Ich schau aus dem Fenster und beobachte wie alles langsam an mir vorbei zieht, wärend der Zug sich in bewegung setzt. Da wird mir klar vielleich hab ich nicht die freie Wahl, doch ist es trotzdem meine Entscheidung. Ich muss über mich selbst lachen. Das Leben ist wie ein großer Bahnhof.

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